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Dynamo DresdenDer 1. FC Dynamo Dresden ist ein Fußballverein aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Er wurde am 12. April 1953 als "Sportgemeinschaft Dynamo Dresden" gegründet und heißt seit 1990 offiziell "1. FC Dynamo Dresden". Am 29. September 2006 wurde von der Mitgliederversammlung die Rückumbenennung in SG Dynamo Dresden zum Juli 2007 beschlossen. Der Verein war einer der erfolgreichsten und populärsten Fußballvereine
des DDR-Fußballs. Er wurde in der Zeit von 1953 bis 1990 achtmal
Meister der DDR-Oberliga sowie siebenmal FDGB-Pokalsieger (teils
unter dem Namen SG Deutsche Volkspolizei Dresden). Nach der Wiedervereinigung
Deutschlands spielte die Mannschaft von 1991 bis 1995 in der Deutschen
Fußball-Bundesliga. Anschließend wurde sie wegen einer
Lizenz-Verweigerung in die Regionalliga zurückgestuft. Im Jahr
2004 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, in der Saison 2005/06
erfolgte der erneute Abstieg in die Regionalliga. Geschichte1950er und 1960er JahreMitte 1950 wurde der Nachfolgeverein des Dresdner SC, die SG Dresden-Friedrichstadt, aus politischen Gründen aufgelöst. Die Mannschaft, die in der ersten Saison der DDR-Oberliga 1949/50 am 16. April Vizemeister geworden war, verließ daraufhin fast komplett die DDR. Um diesen Verlust auszugleichen, wurde die seit Oktober 1948 bestehende unterklassige Sportvereinigung Volkspolizei Dresden, die Mannschaft, die noch am 16. April 1950 im Vorspiel gegen Volkspolizei Plauen antrat, mit Spielern aus der ganzen DDR verstärkt und zur Saison 1950/51 in die Fußball-Oberliga delegiert. Mit dem 4. Tabellenplatz 1951 bzw. dem 2. Platz 1952 konnte sich die Mannschaft auf Anhieb als Spitzenmannschaft etablieren. Im April 1953 wurde die Mannschaft in SG Dynamo Dresden umbenannt. Damit wurde sie der wenige Wochen zuvor gegründeten SV Dynamo, der Sportorganisation der inneren Sicherheitsorgane der DDR (MfS, Volkspolizei, Zoll) eingegliedert. Im gleichen Jahr gewann Dynamo seine erste DDR-Fußballmeisterschaft durch ein 3:2 n.V. gegen Wismut Aue, nachdem sie im Jahr zuvor schon Pokalsieger geworden waren. Im November 1954 wurde die Mannschaft von Dynamo Dresden komplett nach Berlin delegiert, um dort unter dem Namen SC Dynamo Berlin eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Die Dresdner SG Dynamo wurde neu in die sogenannte 1. Liga, die zweithöchsten Spielklasse der DDR eingestuft. In den folgenden Jahren ging es dramatisch bergab. Die Saison 1957 spielte der Verein nur noch in der Bezirksliga, der vierten Liga. Damit war die Talsohle allerdings durchschritten. Zwei Jahre später spielte Dynamo wieder in der 1. Liga und 1962 gelang dem Club schließlich die Rückkehr in die Oberliga. Zwei weiteren Abstiegen 1963 und 1968 folgte jeweils der direkte Wiederaufstieg. Danach konnte sich Dynamo Dresden dort etablieren und blieb bis zum Ende der DDR-Oberliga 1991 in der obersten Spielklasse. Die 1970erIm Juni 1969 übernahm Walter Fritzsch den Trainerposten bei Dynamo. Die folgenden Jahre wurden die erfolgreichsten und glanzvollsten der Vereinsgeschichte, der berühmte Dresdner Kreisel kam in Schwung. 1971 erreichte Dynamo nach 1953 souverän seine zweite Meisterschaft, wenige Wochen später gewannen sie auch das Pokalfinale und erreichten somit das erste Double der Oberliga-Geschichte. Weitere Meistertitel folgten 1973 (Wahl zur DDR-Mannschaft des Jahres), 1976, 1977 (+ Pokal) und 1978. 1975 verlor man das FDGB-Pokalfinale gegen die BSG Sachsenring Zwickau im Elfmeterschießen, wobei der legendäre Jürgen Croy das entscheidende Tor gegen Boden selbst schoss. Im Europapokal erreichte Dresden dreimal das Viertelfinale und
konnte dabei Mannschaften wie den FC Porto, Juventus Turin und Benfica
Lissabon aus dem Wettbewerb werfen. Das berühmteste Duell fand
im Herbst 1973 statt: Im ersten deutsch-deutschen Fußballpflichtspiel
standen sich Dynamo Dresden und Bayern München gegenüber.
Das Münchner Starensemble setzte sich äußerst knapp
mit 4:3 und 3:3 durch. Die 1980erNach der Saison 1978 wurde der Erfolgstrainer Fritzsch verabschiedet und Gerhard Prautzsch übernahm das Zepter. In der Oberliga begann die zehnjährige Dominanz des Konkurrenten BFC Dynamo aus Berlin. Dynamo konnte sich mit den Pokalsiegen 1982, 1984 und 1985 jeweils mit Finalsiegen über den BFC! schadlos halten. 1980/81 wurden drei große Dynamo-Spieler, Peter Kotte, Matthias Müller und Gerd Weber, vom Club gefeuert. Ihnen wurde anlässlich eines Cup-Spiels in Enschede versuchte Republikflucht vorgeworfen Der 1. FC Köln wollte die Spieler verpflichten. Sie wurden verraten und kamen bis zu ein Jahr in Haft. Anschließend wurden sie lebenslang für den DDR-Fußball gesperrt. Damit gingen Dynamo und der DDR-Nationalelf wichtige Leistungsträger verloren. Im Europapokal schien das Viertelfinale eine unüberwindliche Barriere darzustellen: 1984 verlor Dynamo nach einem 3:0-Hinspielsieg gegen Rapid Wien im Rückspiel 0:5 und schied aus. Ein Jahr später führte Dynamo nach einem 2:0-Hinspielsieg zur Halbzeit des Rückspiels gegen Bayer Uerdingen schon 3:1, kassierte aber unter dramatischen Umständen in der zweiten Halbzeit noch sechs Gegentore und schied mit einem 3:7 erneut aus. Nach diesem UEFA-Cup Spiel in Uerdingen blieb der Dynamo-Spieler Frank Lippmann im Westen (Republikflucht). Zudem gab es auch Gästefans, geflüchtete DDR-Bürger, die medienwirksam im TV gezeigt wurden. Das DDR-Fernsehen zeigte deshalb mehrfach Standbilder, um diesen politisch unangenehmen Vorfall zu vertuschen. Unter dem Trainer Eduard Geyer kehrte 1989 der ganz große Glanz zurück in das Dynamo-Stadion: Dynamo gewann souverän den Meistertitel. Im UEFA-Pokal erreichte der Verein nach der siebten Viertelfinal-Teilnahme endlich die Runde der letzten Vier, wo Dynamo dem VfB Stuttgart knapp unterlag. Zuvor hatte Dynamo u. a. AS Rom, den damaligen Club von Rudi Völler, mit zwei 2:0-Siegen vorgeführt. 1990 verteidigte der DDR-Meister seinen Titel. Unter dem neuen
Trainer Reinhard Häfner und seinem Assistenten Hartmut Schade
beide aus dem eigenen Spielerkader wurde sogar erneut
das Double geschafft. Die insgesamt 8. Meisterschaft
und der 7. Pokalsieg waren die letzten DDR-Titel für Dynamo
in einer inzwischen radikal veränderten politischen Landschaft. Die 1990erNach der Saison 1990 verkaufte der Verein, der sich am 1. Juni 1990 in 1. FC Dynamo Dresden umbenannt hatte, seine besten Spieler. Der Radeberger HiFi-Händler Wolf-Rüdiger Ziegenbalg wurde zum Präsidenten gewählt. Die letzte DDR-Oberliga-Saison beendete Dynamo auf dem zweiten Rang und schaffte damit die Qualifikation für die 1. Bundesliga. Das letzte Europacupspiel in Dresden wurde zum Fiasko: Das Viertelfinalduell gegen Roter Stern Belgrad wurde nach schweren Krawallen abgebrochen und Dynamo für zwei EC-Qualifikationen gesperrt. Die ersten beiden Bundesligajahre verbrachte Dynamo Dresden zumeist
im Tabellenkeller, konnte den Abstieg aber verhindern. Im Januar
1993 wurde der hessische Bauunternehmer Rolf-Jürgen Otto zum
neuen Präsidenten gewählt. Wegen Erschleichen der
Lizenz wurde Dynamo für seine dritte Bundesliga-Spielzeit
mit einem Abzug von vier Punkten bestraft. Unter dem Trainer Siegfried
Held konnte der Verein in einer mitreißenden Saison dem scheinbar
sicheren Abstieg dennoch entgehen. Die Saison 1994/95 war schließlich
bis 2004 die letzte Bundesligasaison für Dynamo Dresden, wobei
1995 Horst Hrubesch das Traineramt übernahm. Nachdem der DFB
dem Club aufgrund seiner desolaten finanziellen Situation die Lizenz
für die 1. und 2. Bundesliga endgültig verweigert hatte,
landete Dynamo auch sportlich auf dem letzten Platz und musste in
die Regionalliga zwangsabsteigen. 2000er JahreVon diesem Tiefschlag, dessen primäre Ursachen sicherlich in der finanziellen Misswirtschaft nach der Wende zu suchen sind, konnte sich Dynamo Dresden bis heute nicht vollständig erholen. Nach fünf Jahren in der Regionalliga stieg Dynamo nach deren Neuausrichtung 2000 sogar in die vierte Liga ab. 2002 gelang dem Verein, der in den unteren Ligen sämtliche Publikumsrekorde gebrochen hatte, schließlich der Wiederaufstieg in die neue Regionalliga Nord. Grundlage für die Wiederauferstehung der Mannschaft war insbesondere die Verpflichtung des Trainers Christoph Franke. Im Jahr 2004 gelang dem Verein nach neun Jahren Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball. Mit drei Punkten und dreizehn Toren Vorsprung vor dem Verfolger Wuppertaler SV auf dem 2. Tabellenplatz liegend, war der Aufstieg in die 2. Bundesliga am vorletzten Spieltag vor 36.000 Zuschauern nahezu perfekt. Am letzten Spieltag (5. Juni 2004) verlor Dresden zwar noch 0:1 vor 12.000 mitgereisten Fans gegen den KFC Uerdingen 05, aber der Aufstieg war geschafft. Das erste Jahr in der 2. Bundesliga (Saison 2004/05) wurde erwartungsgemäß vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Nach einem euphorischen Beginn (3:1-Sieg im ersten Heimspiel gegen den späteren Erstligaaufsteiger MSV Duisburg) standen zum Ende der ersten Halbserie lediglich 18 Punkte zu Buche. Das war eindeutig zu wenig und der Abstieg drohte. Besonders die Auswärtsschwäche war ein gravierendes Problem. Mit dem 20. Spieltag wendete sich die Saison jedoch zum Positiven. Dynamo blieb sieben Spiele in Folge ungeschlagen (16 Punkte). Bereits am 32. Spieltag konnte nach einem 1:0-Sieg im Sachsen-Derby gegen den FC Erzgebirge Aue der Klassenerhalt gefeiert werden. Mit einem Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt (2:1) verbuchte Dynamo Dresden am 34. Spieltag den 8. Platz hinter dem FC Erzgebirge Aue. Die Saison 2005/06 verlief für Dynamo dramatisch. Während man am 4. Spieltag noch einen Sieg unter dem Jubel von ca. 20.000 mitgereisten Dynamo-Fans in der neuen Allianz Arena gegen den TSV 1860 München feiern konnte und damit auf Platz drei der Tabelle aufrückte, folgten 12 erfolglose Spiele und der erneute Sturz auf die Abstiegsränge. Am 15. Dezember 2005 wurde Trainer Christoph Franke, der zuvor den Verein innerhalb von vier Jahren von der 4. in die 2. Liga führte, von seinen Aufgaben entbunden. Frankes Nachfolger als Cheftrainer wurde Peter Pacult. Mit zahlreichen Neuzugängen startete Dynamo in die Rückrunde, um das Ziel Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Da in der zweiten Saisonhälfte 28 Punkte geholt wurden, konnte der Verein bis zum letzten Spieltag auf den Erhalt der Klasse hoffen. Letztendlich stieg Dynamo dennoch am 14. Mai 2006 mit 41 Punkten nach einem 3:1-Sieg bei Hansa Rostock aufgrund der ausgebliebenen Schützenhilfe des VfL Bochum in die Regionalliga ab. Es fehlte genau ein Punkt zum Klassenerhalt. In der aktuellen Regionalliga-Saison 2006/2007 ist der Aufstieg das erklärte Ziel. Nach dem 6. Spieltag der Regionalliga-Saison 2006/07 verließ
Trainer Peter Pacult auf eigenen Wunsch und gegen Zahlung einer
fünfstelligen Ablöse Dynamo Dresden und wechselte zu Rapid
Wien. Neuer Trainer wurde Norbert Meier, der einen Vertrag bis 2008
erhielt. Bei einer am 28. September stattgefundenen Mitgliederversammlung
im UFA-Kristallpalast wurde beschlossen, dem Verein seinen alten
Namen zurück zu geben. Ab 1. Juli 2007 betritt man wieder als
Sportgemeinschaft Dynamo Dresden den Fußballplatz. ErfolgeDDR-Meister 1953, 1971, 1973, 1976, 1977, 1978, 1989 und 1990 Bekannte Spielerin Klammern: Vereinsjahre bei Dynamo HansJürgen "Dixie" Dörner (19691986)
Die TrainerFritz Sack 07/1950 - 09/1951
LinksOffizielle Homepage des 1. FC Dynamo Dresden
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