1. FC Union Berlin

Der 1. Fußballclub Union Berlin e.V. ist ein Berliner Fußballverein aus dem Ortsteil Oberschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick. Er wurde 1966 als Nachfolgeverein des SC Union 06 Oberschöneweide gegründet. Der Schlachtruf der Fans lautet Eisern Union. Die Heimspiele werden im größten (reinen) Fußballstadion Berlins, dem Stadion An der Alten Försterei, ausgetragen. Die Vereinshymne „Eisern Union“ wird von Nina Hagen gesungen.

Geschichte

1906 bis 1966: Die Vorgängervereine des 1. FC Union

1906-10: Gründung und Namensfindung

Der 1. FC Union Berlin existiert unter diesem Namen zwar erst seit 1966, die Wurzeln des Klubs reichen jedoch bis in das Jahr 1906 zurück. Gegründet wird der Verein am 17. Juni 1906 als SC Olympia 06 Oberschöneweide durch einen Zusammenschluss dreier kleinerer, ortsansässiger Vereine (Frisch Auf, Preußen und Vorwärts). Als Vereinsfarben werden damals die Farben Schwarz und Gelb gewählt. Da die Mannschaft zunächst fast nur aus Schülern besteht, beschließt man knapp einen Monat später, sich als Jugendmannschaft dem BTuFC Helgoland 1897 anzuschließen. Aufgrund des sportlichen Misserfolgs von Helgoland 97 entscheiden sich die Köpenicker jedoch wieder nur ein halbes Jahr später erneut zu einem Wechsel und diesmal binden sie sich an den Deutschen Meister von 1905 - den BTuFC Union 1892. Dort spielt das Team drei Jahre lang als vierte Mannschaft und kann bereits erste Erfolge verbuchen. So gelingt schon in der Saison 1907/08 der Aufstieg aus der untersten Klasse des Verbands Berliner Ballspielvereine (VBBV; der damals führende Fußballverband in Berlin und Brandenburg).

Am 14. März 1910, löst sich die Mannschaft vom Mutterverein, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Aus freundschaftlicher Verbundenheit und aus Dank übernehmen die Spieler den Namen des BTuFC und heißen fortan SC Union Oberschöneweide. Auch die Vereinsfarben werden übernommen und so spielt das Team nun in Blau-Weiß.

1910-20: Erste Erfolge und Einzug in die „Alte Försterei“

In der Saison 1910/11 treten die Oberschöneweider erstmal als eigenständiger Verein im VBBV an. Recht schnell stellt sich der Erfolg ein und nach einem regelrechten Siegeszug durch die unteren Ligen (drei Aufstiege in vier Jahren) gehört der Verein ab 1914 zur höchsten Klasse in Berlin und Brandenburg. 1917 wird man sogar regionaler Vizemeister. Jedoch sind diese sportlichen Ergebnisse überschattet durch die politischen Ereignisse. Der erste Weltkrieg hinterlässt auch im Fußball seine Spuren und ein regelmäßiger Spielbetrieb ist nur teilweise möglich. Rund 60 % der Unioner Vereinsmitglieder werden zum Militärdienst einberufen - nur jeder Fünfte wird aus dem Krieg zurückkehren.

Zu dieser Zeit kicken die Unioner noch auf einem Sportplatz in der Oberschöneweider Wattstraße. 1920 zieht der Verein dann in das Stadion um, welches ihn bis heute beheimatet - die Alte Försterei. Zur Eröffnungsfeier kommt der damalige Deutsche Meister 1. FC Nürnberg.

1920-33: Zwischen Vize-Meisterschaft und Mittelmaß

Im Jahr 1920 wird Union auch zum ersten Mal Berliner Meister und darf somit an der Endrunde für die Deutsche Meisterschaft teilnehmen. Dort scheitert man jedoch bereits im Viertelfinale. Besser macht es der Verein drei Jahre später, als man erneut Berliner Meister wird und sogar nach Siegen über Arminia Bielefeld und die SpVgg Fürth das Endspiel um die Meisterschaft 1923 erreicht. Dort müssen sich die Spieler aber dem Hamburger SV mit 0:3 geschlagen geben. Danach kann Union noch 1925 die Vizemeisterschaft in Berlin und die Teilnahme am Endspiel um den Berliner Pokal 1926 als weitere Erfolge verbuchen.

Allerdings kann sich „Union-Ob.“ - wie der Verein von seinen Anhängern genannt wird - nicht in der Spitzengruppe halten. Zu stark ist die Konkurrenz durch finanziell besser aufgestellte Vereine wie Hertha BSC oder Tennis Borussia Berlin. So wandern viele Spieler ab und der Arbeiterverein Union rutscht ins Mittelmaß. Aus dieser Zeit resultiert auch der noch heute bekannte Schlachtruf der Union-Fans „Eisern Union“. Erstmals soll diese Anfeuerung in einem Spiel gegen Hertha BSC erklungen sein, als ein hart erkämpftes Unentschieden gegen den überlegenen Gegner noch zu Gunsten der Hertha zu kippen droht. Der Ursprung dieses Ausrufs geht auch auf die Bezeichnung „Schlosserjungs“ zurück, denn so werden die Spieler aufgrund ihrer blauen Spielkleidung und ihrer überwiegenden Herkunft aus der Arbeiterklasse genannt.

1933-45: Nationalsozialismus und der „König der Wuhlheide“

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wird der Liga- und Spielbetrieb im deutschen Fußball stark verändert. U.a. werden aus den vorher über 30 regional höchsten Ligen mit rund 600 Vereinen nun 16 Gauligen mit „nur noch“ 160 Klubs. Dies bedeutet qualitativ gesehen eine Steigerung, da so in den jeweiligen Gauligen eine Leistungskonzentration stattfindet. Für Union bedeutet dies allerdings nichts Gutes. Der allmähliche sportliche Niedergang der letzten Jahre findet seinen Höhepunkt in der Saison 1934/35, als die „Schlosserjungs“ aus der Gauliga Berlin-Brandenburg absteigen. Zwar gelingt in der Folgesaison der Wiederaufstieg, bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges bleibt Union aber nur Mittelmaß.

Mit dem Anfang des Krieges wird Fußball zur Nebensache. Wie schon zwischen 1914 und 1918 leiden der Spielbetrieb und die Vereine unter den politischen Ereignissen. Wieder müssen viele Spieler an die Front und werden nicht heimkehren. Union gelingt es in dieser Zeit sogar, als Berliner Meister (1940) nochmals bis in die Deutsche Meisterschaftsendrunde zu komen, scheidet dort aber in der Zwischenrunde gegen die damalige Spitzenmannschaft Rapid Wien aus. Schon 1942 aber steigt man wieder ab und kann erst 1944 wieder aufsteigen. Die Saison 1944/45 wird aber bedeutungslos und kann nicht mehr beendet werden.

Einer, der diese ganze Zeit als aktiver Spieler miterlebt, ist Herbert Raddatz. Er bestreitet 1933 sein Debut für Union und beendet erst 1949 nach insgesamt 1.600 Spielen (inkl. Einsätze in der Jugendmannschaft) seine Laufbahn. In dieser Zeit bleibt er immer der Mannschaft aus Oberschöneweide treu und wird daher auch zum „König der Wuhlheide“.

1945-50: Nachkriegszeit und Trennung

Da alle Fußballvereine von den Nazis zu nationalsozialistischen Organisationen ernannt worden waren, werden sie von den Alliierten nach Kriegsende umgehend verboten. Die Klubs sollen auf keinen Fall wieder als „Pflanzstätten soldatischer Tugend“ missbraucht werden. Zunächst dürfen sich die Verein nur eingeschränkt neu gründen. Das bedeutet, dass sie nicht den alten Namen verwenden und nur Spieler aus dem lokalen Umfeld zulassen dürfen. So entstehen in Berlin mehrere Sportgruppen (SG) wie z.B. die SG Gesundbrunnen (ehem. Hertha BSC) oder die SG Charlottenburg (ehem. Tennis Borussia). Der ehemalige Verein Union entsteht als SG Oberschöneweide neu.

Die Oberschöneweider schaffen zunächst nicht den sportlichen Anschluss und steigen 1946 aus der neu geschaffenen Berliner Stadtliga ab. Doch schon aber der Saison 1946/47 sorgt die Mannschaft wieder für positive Schlagzeilen. Einerseits kann der Wiederaufstieg in die Stadtliga gefeiert werden, andererseits gewinnt das Team überraschend den Berliner Pokal und wirft im Laufe des Turniers mehrere Erstligisten aus dem Rennen. In der Folgesaison hält der Siegeszug der Mannschaft an. Die Berliner Meisterschaft kann errungen werden und auch der Berliner Pokal wird verteidigt. In der anschließenden Endrunde ist aber der FC St. Pauli im Viertelfinale zu stark: Vor 70.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion unterliegt man 0:7. Trotzdem sind die Oberschöneweider zu dieser Zeit in Berlin tonangebend.

Die Berliner Vereine dürfen nun auch wieder ihre alten Vereinsbezeichnungen annehmen. Bei Union wird aber schon der Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht erkennbar, die keine „bürgerlichen“ Vereine zulässt. Daher heißt der Verein nun statt SC Union Oberschöneweide „politisch korrekt“ SG Union Oberschöneweide. Dem Erfolg des Vereins tut dies indes keinen Abbruch. Obwohl schon viele Spieler in das finanziell viel lukrativere West-Berlin abwandern, bleibt Union weiter in Berlin konkurrenzfähig.

Doch schon kurz darauf kommt die bis dahin schwerste Stunde des Klubs: Als Zweiter der Berliner Meisterschaft ist die von Hertha-Legende Johannes Sobek trainierte Mannschaft für die Endrunde der deutschen Meisterschaft qualifiziert, bekommt jedoch keine Erlaubnis (und keine Papiere), um nach Kiel zum Spiel gegen den Hamburger SV zu reisen. Der Kalte Krieg ist nun auch beim Ost-Berliner Verein Union Oberschöneweide angekommen. Daraufhin siedelt fast das komplette Team nach West-Berlin über und gründet dort den SC Union 06 Berlin, welcher dann auch gegen den HSV antritt. Nicht nur Deutschland und Berlin, sondern auch Union ist nun in Ost und West zweigeteilt.

1950-65: Absturz und Namenswechsel

Die in der DDR verbleibenden Mitglieder sind durch den Verlust der nahezu kompletten ersten Mannschaft natürlich arg geschwächt. Nur mit Mühe kann 1950/51 der Abstieg aus der DDR-Oberliga verhindert werden. Kurz darauf muss sich der Verein erneut umbenennen: Um die Wurzeln des Vereins und vor allem die in den Westen geflüchtete Mannschaft aus den Köpfen der Fans zu vertreiben, heißt der Klub nun Betriebssportgemeinschaft (BSG) Motor Oberschöneweide. Auch die traditionellen Farben werden geändert. Aus dem Blau-Weiß des Vorgängers (und des „Brudervereins“ im Westen) wird das heute charakteristische Rot-Weiß.

In den folgenden Jahren wird der Name noch wiederholt wechseln (nacheinander SC Motor Berlin, TSG Oberschöneweide, TSC Oberschöneweide und TSC Berlin). Die Gründe dafür sind vor allem sportpolitischer Natur und in der DDR zu dieser Zeit keineswegs unüblich. Zum Leidwesen der „Ost-Berliner Union“ führt dies auch dazu, dass bis zum Bau der Berliner Mauer noch viele Fans zur „West-Berliner Union“ ins Poststadion pilgern und den Verein in Köpenick vernachlässigen.

Die fehlende Fan-Unterstüzung, den personellen Verlust aus der Flucht und die Delegierung hoffnungsvoller Talente zu den damaligen Ost-Berliner Spitzenmannschaften ASK Vorwärts Berlin und SC Dynamo Berlin kann die Mannschaft nicht kompensieren und so steigt das Team bis in die dritte Liga ab (zum Vergleich: Union 06 spielt noch bis 1957 in der Spitzengruppe der Berliner Meisterschaft mit und verschwindet erst 1962 nach und nach aus dem Profifußball).

Erst in der Saison 1961/62 bessern sich für das Team die Zeiten und man kann in zweitklassige DDR-Liga aufsteigen. In den folgenden Jahren verpasst man allerdings den Aufstieg. Immerhin übernimmt in dieser Zeit Werner Schwenzfeier als Trainer das Ruder und dieser soll den Verein nur wenig später zu einem seiner größten Erfolge führen.

1966 bis heute: Der 1. FC Union Berlin

1966-71: Neugründung und Pokalsieg

In der Saison 1965/66 ist es endlich soweit: Der Wiederaufstieg in die Oberliga ist perfekt. Mit sechs Punkten Vorsprung werden die Köpenicker überraschend klar Erster in der „Liga“. Diesem sportlichen Ereignis voraus gehen allerdings mal wieder für den Verein gravierende sportpolitische Veränderungen. In einer Neuordnung des DDR-Fußballs sollen zehn Leistungszentren in Form von Fußballklubs gebildet werden. Das dabei ausgerechnet das zweitklassige Team aus Oberschöneweide berücksichtigt wird, ist schon verwunderlich: In Ostberlin entstehen schon mit dem BFC Dynamo (Nachfolger vom SC Dynamo) und dem FC Vorwärts Berlin (Nachfolger vom ASK Vortwärts) zwei Leistungszentren. Und ursprünglich soll es pro DDR-Bezirk nur maximal einen Fußballclub (FC) geben dürfen. Dass das Team aus Köpenick trotzdem Berücksichtigung findet, ist dem Vorsitzenden des Bundesverbands des FDBG (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) Herbert Warnke zu verdanken. Dieser fordert, für die Beriner Werktätigen einen zivilen Fußballclub einzurichten. Und so geschieht es - am 20. Januar 1966 wird der Verein als 1. FC Union Berlin neu gegründet. Union ist wieder da!

Union startet furios in die erste Oberligasaison und wird am Ende sensationell Sechster. Damit können die anderen beiden Ost-Berliner Vereine übertrumpft werden. Auch in der Zuschauergunst ist Union wieder ein Publikumsmagnet geworden und lässt Dynamo und Vorwärts ebenfalls hinter sich. Ein Jahr später gelingt den Unionern sogar der bis heute größte Erfolg ihrer Geschichte: Im Endspiel um den FDGB-Pokal kann sensationell der amtierende DDR-Meister FC Carl Zeiss Jena besiegt werden. Das Team um Spieler wie Hoge, Wruck oder Lauck genießt bis heute bei den Fans Heldenstatus.

Wegen der Ereignisse des Prager Frühlings dürfen die Unioner aber in der darauf folgenden Saison nicht im Europapokal der Pokalsieger starten. Schlimmer noch - stattdessen schaffen sie nicht den Klassenerhalt und müssen in die „Liga“ absteigen. Im Folgejahr kann sich das Team aber fangen und es gelingt der sofortige Wiederaufstieg. In der Saison 1970/71 schießlich kann der FCU sogar seine beste Oberliga-Platzierung aller Zeiten erreichen und wird am Ende Fünfter.

Einer der bekanntesten Unioner zu dieser Zeit ist wohl Günter „Jimmy“ Hoge. Er ist ein dribbelstarker Techniker und schafft es sogar in die DDR-Nationalmannschaft. Er gilt aber auch außerhalb des Platzes als eigenwillig und gerät deshalb nicht selten mit den Vereinsfunktionären aneinander. Leider einmal zu oft, denn 1971 wird er aufgrund eines lapidaren Vorfalls (er betrinkt sich mit einem seiner Ex-Trainer während des Mannschaftsurlaubs) zu einer sechsjährigen Sperre verdonnert und kann damit praktisch seine Karriere beenden.

1971-76: Abstieg und Relegationskomplex

Ab dem Jahr 1971 gibt es in Ost-Berlin nur noch zwei große Fußballvereine: Union Berlin und den BFC Dynamo. Der FC Vorwärts Berlin wird nach Frankfurt (Oder) umgesiedelt. Dies hat zur Folge, dass die den Fußballclubs (welche 1968 als Leistungszentren ausgesucht wurden) zur Verfügung stehenden Bezirke und deren angeschlossene Trainingszentren in Berlin und Brandenburg noch einmal neu aufgeteilt werden. Aus diesen Traingszentren rekrutieren die Vereine ihre Nachwuchsspieler. Die Neuaufteilng läuft alles andere als erfreulich für Union ab: War Ostberlin vorher gedrittelt, geht das freiwerdende Drittel nun an den BFC Dynamo. Da auch die Bezirke in Brandenburg neu aufgeteilt werden und Union hier ebenfall den Bezirke Potsdam an Vorwärts abgeben muss, verfügt der Verein nun nur noch über sechs Trainingszentren. Zum Vergleich: Der BFC besitzt 38.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Mannschaft erneut aus der Oberliga absteigen muss, da sie ja ohnehin schon unter der Delegierung der besten Spieler zu leiden hat. Ab 1973 muss Union wieder in der DDR-Liga antreten. Hier kommt ein weiterer Rückschlag auf die Mannschaft zu. Die „Liga“ verfügt nun nicht mehr über zwei Staffeln wie bisher, sondern die zwei Aufsteiger werden aus fünf Saffeln ermittelt. Einerseits wird die zweite Liga dadurch qualitativ geschwächt, andererseits wird ein Modus notwendig, der für 1. FC Union bis heute einen Komplex darstellt: Die Relegation. Zweimal hintereinander scheitern die Unioner als souveräne Staffelsieger in der Relegation. Erst 1975/76 schafft der Verein endlich wieder den Aufstieg.

1976-80: Die „großen Jahre“

Das Jahr 1976 bringt für Union nicht nur den Aufstieg, sondern auch einen neuen Trainer in die Wuhlheide. Am Anfang des Jahres übernimmt Heinz Werner das Traineramt. Zu Beginn der Saison 1976/77 kann Union gleich auf Anhieb für eine große Überraschung sorgen und schlägt am ersten Spieltag vor 45.000 Zuschauern im Stadion der Weltjugend den großen BFC Dynamo mit 1:0 schlagen. Damit jedoch nicht genug, denn auch das Rückspiel (ebenfalls im Stadion der Weltjugend - Union durfte gegen den BFC nicht an der Alten Försterei antreten) gewinnt Union gegen den BFC (und das Schiedsrichtergespann um Adolf Prokop) erneut mit 1:0.

Es sind vor allem solche Derbys gegen den verhassten „Stasiverein“ Dynamo, die Union zum Kultverein und Publikumsmagneten zu DDR-Zeiten werden lassen. So ist der FCU 1977/78 mit durchschnittlich 17.308 Zuschauern pro Heimspiel nur noch durch Dynamo Dresden (mit einem Schnitt von 30.231) zu schlagen. Sportlich kämpft der Verein zwar jedes Jahr gegen den Abstieg, aber das Image des „Underdogs“ und die Missbilligung durch die DDR-Führung machen den Verein zu einem Sammelbecken für viele, die ihrem Unmut gegen das System mal Luft machen wollen. Daher steht der Verein auch unter besonderer Beobachtung der Funktionäre.

Doch so sehr der Verein auch das Publikum anlockt und gegen den Abstieg kämpft, am Ende der Saison 1979/80 ist es dann doch wieder soweit. Union muss in die DDR-Liga absteigen. Auch in den Derbys gegen den BFC gibt es für Union nichts mehr zu holen. Teilweise wird die Mannschaft mit Ergebnissen wie 0:6 oder 0:5 regelrecht auseinander genommen.

1980-89: Fahrstuhlmannschaft

Nach dem insgesamt vierten Abstieg aus der Oberliga starten die Köpenicker wieder einmal in der zweiten Liga. Und zum dritten Mal scheitern sie wieder in der Relegation. Erst 1981/82 steht der Wiederaufstieg fest. Trotzdem muss nach dieser Sasion Heinz Werner seinen Hut nehmen. Der Grund ist weniger sportlicher Natur, vielmehr wird diese Maßnahme „von oben“ verordnet. Auch auf dem Präsidentenstuhl findet ein Wechsel statt und zum Beginn der Saison 1982/83 haben beim 1. FC Union auf einmal mit Dr. Woik als Präsident und Harry Nippert als Trainer zwei ehemalige BFCer das Sagen.

Die Leistung ist dementsprechend schlecht: Kann 1982/83 der Abstieg noch vermieden werden (und das obwohl kein einziger Auswärtspunkt geholt wird!), geht es 1984 wieder runter in die Zweitklassigkeit. Der Abstiegskampf 1984 ist an Dramatik kaum zu überbieten: Union ist am Ende der Saison punkt- und torgleich mit dem Abstiegskonkurrenten Chemie Leipzig. Deswegen müssen zwei Entwscheidungsspiele über den Klassenerhalt entscheiden. Nach einem 1:1 in Berlin und einem 1:2 in Leipzig haben die Mannen aus Oberschöneweide am Ende das Nachsehen.

Immerhin gelingt der sofortige Wiederaufstieg und in der Saison 1985/86 kann sich Union sogar wieder einen Namen als Favoritenschreck machen. Man erreicht einen respektablen siebten Rang, stellt mit Ralf Sträßer den Torschützenkönig (er erzielt 14 Treffer) und hat mit Wolfgang Matthies einen starken Torhüter sowie insgesamt viertbesten Spieler der Saison (in der Wertung der DDR-Fußballfachzeitschrift „Fußballwoche“). Die größte Überraschung gelingt aber wieder im FDBG-Pokal. Union erreicht unerwartet das Finale und kann auf dem Weg dorthin so namhafte Gegner wie den 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden besiegen. Im Finale ist der 1. FC Lokomotive Leipzig allerdings deutlich stärker und die Berliner unterliegen klar mit 1:5. Ein weiteres Highlight dieser Saison ist der Intertoto-Cup, in dem sich die Unioner auch mal mit internationalen Gegnern messen können. Nach Spielen gegen Bayer Uerdingen, Lausanne Sport und Standard Lüttich gewinnt das Team aus Berlin sogar seine Intertoto-Gruppe.

Doch schon in der nächsten Saison beginnt wieder der graue Alltag und der Kampf gegen den Abstieg. So erreicht das Team am Ende der Spielzeit nur Rang elf. Um einiges dramatischer verläuft der Abstiegskampf in der Folgesaison. Buchstäblich erst in letzter Sekunde kann Union sich auf einen Nichtabstiegsplatz retten. Beim Spiel gegen den FC Karl-Marx-Stadt am letzten Spieltag fällt das notwendige Siegtor erst in der Nachspielzeit. In der Saison 1988/89 trifft es die Berliner dann aber doch wieder. Der sechste (und insgesamt letzte) Abstieg aus der DDR-Oberliga steht fest. Doch kurz darauf wird der Sport nur noch Nebensache in der DDR sein: Am 9. November fällt die Berliner Mauer.

1989-94: „Unaufsteigbar“ und ohne Lizenz

Die Wendezeit verläuft für Union zunächst verheißungsvoll: Im Januar 1990 besuchen 51.270 Zuschauer ein Freundschaftsspiel zwischen Hertha BSC und Union im Olympiastadion. Das erste Duell der beiden Traditionsvereine seit 28 Jahren wird ein großes Fest und auf den Rängen feiern Blau-Weiß (Hertha) und Rot-Weiß (Union) gemeinsam sich selbst. Zu diesem Zeitpunkt liegt Union in der DDR-Liga mit nur einem Sieg Rückstand auf Tabellenführer Vorwärts Frankfurt auf Platz 2 und hat noch gute Aussichten auf den Aufstieg. Jedoch am Ende der Saison liegt Union immer noch auf dem zweiten Rang und verpasst damit den Aufstieg in die ehemalige DDR-Oberliga (die noch bis 1991 fortgeführt wird). Dies soll sich ein Jahr später noch als verhängnisvoll herausstellen, als es zur Vereinigung der west- und ostdeutschen Ligen kommt.

Wie alle anderen Ostvereine auch hat Union erheblich unter den Veränderungen bedingt durch die deutsche Einheit zu leiden. Die Klubführung ist es nicht gewohnt, einen Fußballverein professionell zu führen - im Osten flossen die Gelder quasi von alleine. Außerdem verabschieden sich viele Spieler in den Westen (z.B. René Unglaube, der bei Hertha anheuert) genauso wie die Fans, die nun andere Sorgen haben (und obendrein bei Hertha umsonst ins Stadion reinkommen). Dementsprechend hat der DFB auch nicht allzu viel Vertrauen in die finanzielle Überlebenskraft der Ost-Klubs und billigt den ehemaligen DDR-Vereinen nur acht Plätze in den Profiligen zu: Zwei in der Bundesliga und sechs in der zweiten Liga.

Der 1. FC Union kann in der Saison 1990/91 den ersten Platz in der „Liga“ erreichen, welcher zur Qualifikationsrunde für die 2. Bundesliga berechtigt. Dort treffen die Unioner auf drei weitere Ex-DDR-Klubs (u.a. auch wieder auf den alten Rivalen Dynamo, der freilich inzwischen FC Berlin heißt), um einen Startplatz für die zweite Bundesliga auszuspielen. Am Ende reicht es nicht zur Qualifikation und Union muss in der Folgesaison in der NOFV-Oberliga (damals noch die dritte Liga) antreten. Wieder war die Relegation unüberwindbar.

Auch 1992 wird der Aufstieg knapp verpasst - wieder in der Relegation! Der Verein gilt immer mehr als „unaufsteigbar“. Immerhin nimmt zu Beginn der Folgesaison ein gewisser Frank Pagelsdorf auf der Unioner Trainerbank Platz. Und mit ihm scheint der Traum von der zweiten Liga war zu werden. Am Ende der Saison 1992/93 wähnen sich alle Köpenicker endlich am Ziel: Im alles entscheidenden Relegationsspiel schafft der 1. FC Union Berlin mit einem 1:0 Heimsieg gegen den Bischofswerdaer FV 08 vor über 15.000 Zuschauer den sportlichen Aufstieg in die 2. Liga. Trainer Pagelsdorf sowie seine Spieler (u.a. Marko Rehmer und Martin Pieckenhagen) feiern ausgelassen. Erst später stellt sich heraus, dass eine Bankbürgschaft gefälscht wurde (von der bis heute noch nicht geklärt ist, wer sie gefälscht hat) und so verweigert der DFB die Lizenz für die 2. Liga.

Auch in der Saison 1993/1994 wird Union Berlin zu Saisonende der Aufstieg durch den DFB aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit verweigert, da der Schuldenberg ca. 2,6 Mio. € beträgt. Ein schwacher Trost ist da nur der Gewinn des inzwischen Paul-Rusch-Pokal genannten Berliner Landespokals zum ersten Mal nach 46 Jahren. Union Berlin bleibt in der dritten Liga und muss viele gute und somit teure Spieler verkaufen (u.a. Pieckenhagen an TeBe sowie später Rehmer und Sergej Barbarez an Hansa Rostock), um sich finanziell nicht vollständig zu ruinieren. Auch Trainer Pagelsdorf verabschiedet sich in Richtung Rostock - und wird nur wenig später mit vielen Ex-Unionern in der Bundesliga für Aufsehen sorgen.

1994-98: Fastbankrott

Die nächsten Jahre sind für die Unioner reiner Überlebenskampf. Nicht sportlich - in der Regionalliga Nordost (die neue dritte Liga) kann man sich im oberen Tabellendrittel festsetzen - aber wirtschaftlich. Die Schulden steigen immer weiter. In der Saison 1994/95 wird dem Verein zum dritten Mal in Folge die Lizenz für die Profiligen verweigert (wobei die zweite Liga diesmal auch sportlich verpasst wird)! Trotzdem handelt das Präsidium sowie Management des Vereins weiterhin hohe Verträge mit Spielern und Trainern aus. Bezeichnend ist die Saison 1995/96, in welcher Union dreimal den Trainer wechselt. Trainer Hans Meyer wird sogar entlassen, als die Mannschaft nach acht Siegen und zwei Unentschieden auf Tabbellenplatz eins steht - mit der Begründung „die Mannschaft spiele nicht attraktiv genug“!

Im Februar 1997 scheint der Verein entgültig zu Grunde gewirtschaftet zu sein und in der Presse ist zu lesen, dass der Konkurs schon unabwendbar sei. Die Fans des FCU organisieren sich und marschieren bei einer großen "Rettet-Union-Demonstration" (ca. 3.000 Fans waren anwesend) durch das Brandenburger Tor. Und tatsächlich bewirken die Fans etwas: Der Sportartikelhersteller Nike schließt einen Sponsorenvertrag mit Union über fünf Jahre ab und so kann die Pleite vorerst noch abgewendet werden. Immerhin machen die Köpenicker auch ein paar sportliche Schlagzeilen und erreichen das Finale des Paul-Rusch-Pokals (wo sie aber gegen die Reinickendorfer Füchse verloren).

Doch der Abwärtstrend geht zunächst weiter: Spieler und Trainer verlassen Union, weil sie entweder nicht pünktlich das Gehalt bekommen oder keine sportliche Zukunft mehr sehen. Das Präsidium ist zerstritten aufgrund der finanziellen Lage. Nur die Mannschaft spielt in der Regionalliga oben mit. Und die Fans versuchen weiterhin ihren Verein zu retten, indem sie in der Öffentlchkeit sammeln gehen (Aktion „Fünf Mark für Union“) oder das Spiel gegen TeBe im Mommsenstadion boykottieren, um die Kartenpreise dem Verein zu spenden. Erst im Januar 1998 naht die Rettung mit Michael Kömel und seiner Firma Kinowelt. Durch sein wirtschaftliches Engagement geht es in Oberschöneweide langsam wieder aufwärts.

1998-2004: Europapokal und Profifußball

Der FCU startet in die Saison 1998/99 also erstmals seit Jahren ohne große Existenzsorgen. Doch auf dem Rasen ist dies nicht zu merken und das Team landet nur auf Platz sechs. Doch ab der Saison 1999/2000 machen die Unioner wieder sportlich von sich reden. Zum Anfang der Saison wird zunächst mal wieder ein neuer Trainer präsentiert: Georgi Wassilev. „Der General“ führt die Mannschaft zur souveränen Meisterschaft in der Regionalliga. Jedoch bedeutet dies noch nicht den Aufstieg in die zweite liga, denn Union muss erst durch die Relegation - und scheitert dramatisch. Zunächst behält der VfL Osnabrück in den direkten Aufstiegsspielen (beide jeweils 1:1 nach regulärer Spielzeit) im Elfmeterschießen die besseren Nerven. In der folgenden Amateurmeisterschaft um den verbleibenden Aufstiegsplatz brauchen die Oberschöneweider im entscheidenden Spiel gegen LR Ahlen nur ein Unentschieden um aufzusteigen. Doch das Glück ist ihnen nicht hold und sie verlieren 1:2.

Erst in der Saison 2000/2001 steigt der Verein endlich aus der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga auf. Diese und die darauffolgende Saison sind für Union Berlin die erfolgreichste Zeit seit der Wiedervereinigung, denn 2001 kommt man nach einem dramatischen 6:4-Sieg nach Elfmeterschießen im Halbfinale des DFB-Pokals über Borussia Mönchengladbach in das DFB Pokalfinale 2001. Erst dort unterliegt man dem Bundesliga-Zweiten FC Schalke 04 mit 0:2. Aber Union Berlin darf, da FC Schalke 04 als Vize-Meister für die Champions League startberechtigt ist, dennoch in der Folgesaison im UEFA-Cup spielen. Damit qualifiziert sich Union als erster und bisher einziger deutscher Drittligist für den UEFA-Cup. Dort erreichen die Spieler durch ein 1:1 und einen 3:0-Sieg gegen den finnischen Vertreter Haka Valkeakoski sogar die zweite Runde, wo aber gegen die bulgarische Mannschaft Litex Lowetsch Schluss ist.

Der Verein spielt insgesamt drei Jahre in der zweiten Bundesliga. Im ersten Jahr erreicht die Mannschaft sogar einen überraschend guten sechsten Platz. Außerdem spielt das Team Schicksal und verdirbt am letzten Spieltag durch einen 3:1-Heimsieg dem FSV Mainz dessen schon sicher geglaubten Aufstieg. Auch die Saison 2002/03 kann auf einem einstelligen Tabellenplatz (der Verein wird Neunter) beendet werden. Jedoch hat die Saison einen unrühmlichen Höhepunkt, denn am 07.10.2002 verliert das Team mit 0:7 beim 1. FC Köln. Eine Woche später muss Wassilev seinen Hut als Trainer nehmen. Sein Nachfolger wird das „Werder-Bremen-Urgestein“ Mirko Votava. Aber auch er wird in der Saison 2003/04 durch einen neuen Trainer ersetzt, weil Union ans Tabellenende abgerutscht ist. Neuer Coach wird der bei Fortuna Düsseldorf berühmt gewordene Aleksandar Ristic. Doch auch dieser kann nicht mehr verhindern, dass der 1. FC Union als Tabellensiebzehnter wieder in die neugeschaffene Regionalliga Nord absteigen muss.

2004 bis heute: Einmal Oberliga und zurück

Auf eine der erfolgreichsten Epochen in der Geschichte Union Berlins folgt im Jahr 2005 der wohl tiefste Fall. Als Absteiger aus dem Profifußball wird der Verein gleich noch eine Liga nach unten weiter durchgereicht und landet in der Oberliga. Vier verschiedene Trainer können in der Saison 2004/05 den Absturz nicht aufhalten. Auch die Finanzen bereiten dem Verein wieder Sorgen. Die für die Lizenz der Saison vom DFB geforderten Liqiditätsreserven in Höhe von 1,46 Mio. Euro kann der 1. FC Union erneut nur durch Spenden zusammen bekommen, u. a. durch den Spendenaufruf „Bluten für Union“. Den Klub drücken neben den kurzfristigen Verbindlichkeiten von ca. 720.000 Euro auch die langfristigen Schulden beim ehemaligen Retter Michael Kölmel, bei dem der Verein mit rund 15 Mio. Euro in der Kreide steht (wobei die Zahlungen bis 2010 gestundet sind).

Jedoch kann sich der Verein in der Folgesaison wieder regenerieren und sichert sich bereits vier Spieltage vor Saisonende den Aufstieg aus der Oberliga Nordost Nord zurück in die Regionalliga Nord. Der Klub verzeichnet außerdem in dieser Saison mit knapp 6.000 Zuschauern pro Heimspiel einen für die vierte Liga sehr hohen Zuschauerschnitt. Die Höhepunkte dieser Saison bilden sicherlich die beiden Berliner Stadtderbys gegen den alten Rivalen aus DDR-Zeiten BFC Dynamo, wobei die beiden Spiele sehr unterschiedlich ablaufen:

Heißt es im Hinspiel an der Alten Försterei vor 14.020 Zuschauern noch 8:0 für Union, was ein Rekordergebnis gegen den DDR-Rekordmeister bedeutet, so wird das vom Großteil der Union-Fans boykottierte Rückspiel im Sportforum vor fast 6.500 Zuschauern beim Stand von 1:1 abgebrochen, nachdem Anhänger des BFC Dynamo die Absperrungen zum Stadioninnenbereich überwunden und versucht haben, sich Zugang zum Gästeblock, in dem die Union-Fans untergebracht sind, zu verschaffen. Im Nachhinein wird das Spiel mit 2:0 für den 1. FC Union gewertet.

Ein weiteres „Andenken“ an die Oberliga-Saison ist der aktuelle Trainer Christian Schreier, den die Unioner vom Ligakonkurrenten MSV Neuruppin weglocken können. Mit ihm gelingt es der Mannschaft in der Saison 2006/07 in der Regionalliga Nord die Klasse zu halten und auch erneut den Berliner Landespokal zu erringen. Trotzdem gleicht der Saisonverlauf einer Achterbahnfahrt. Zunächst kann die Mannschaft überraschen und ist nach dem 11. Spieltag erst einmal geschlagen sowie Tabellenführer mit nur vier Gegentoren. Danach gelingt allerdings erst am 17. Spieltag – nach einer sportlichen Negativserie von fünf Niederlagen in Folge – wieder ein Sieg.

Auch die Rückrunde beginnt positiv und aus den ersten sieben Spielen geht die Mannschaft ungeschlagen hervor (bei nur drei Gegentoren), was die Aufstiegshoffnungen weiter in die Höhe treibt. Ein Highlight für die Fans ist dabei die Heimpartie gegen den FC St. Pauli: Der Zuschauerandrang von 16.415 bedeutet die höchste Besucherzahl seit dem DFB-Pokalhalbfinale 2001 gegen Mönchengladbach. Trotzdem verkündet Trainer Schreier überraschend, dass er zum Saisonende aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegen wird. Als seinen Nachfolger stellt der Verein im April 2007 Uwe Neuhaus vor, der das Traineramt ab dem 22. Juni 2007 übernehmen soll. In der Folgezeit verliert die Mannschaft erneut mehrere Spiele hintereinander und gerät sogar in Abstiegsgefahr. Letztendlich kann der Verein aber die Klasse halten.

Im Berliner Landespokal dagegen feiert das Team duchweg Erfolge und gewinnt diesen nach 1994 zum zweiten Mal den. Das Finalspiel gegen den ebenfalls ortsansässigen Verbandsligisten Köpenicker SC gewinnt Union am 16. Mai mit 7:0. Anders als zu den bisherigen Finalspielen im Berliner Pokal fand das Endspiel nicht im Jahnsportpark, sondern auf Wunsch beider Vereine an der Alten Försterei statt.

Namenshistorie

17. Juni 1906 Gründung des SC Olympia 06 Oberschöneweide
22. Juli 1906 Anschluss an den BTuFC Helgoland als 3. Mannschaft, Abt. Oberschöneweide
10. Februar 1907 Anschluss an den BTuFC Union 1892 als 4. Mannschaft, Abt. Oberschöneweide
20. Februar 1909 Aufnahme in den VBBV als SC Union 06 Oberschöneweide
1945 SG Oberschöneweide
1948 Wiederzulassung als SG Union 06 Oberschöneweide
9. Juni 1950 1. Mannschaft flüchtet nach West-Berlin und gründet den SC Union 06 Berlin
1951 BSG Motor Oberschöneweide
Februar 1955 SC Motor Berlin
Juni 1957 TSG Oberschöneweide
1957 TSC Oberschöneweide
Januar 1963 TSC Berlin
20. Januar 1966 Gründung des 1. FC Union Berlin

Titel, Erfolge

Deutscher Vizemeister: 1923
FDGB-Pokalsieger: 1968
Finalist des FDGB-Pokals: 1986
Finalist des DFB-Pokals: 2001
Berliner Meister: 1920, 1923, 1940 und 1949
Berliner Pokalsieger: 1947, 1948 und 1994
Gewinner der Intertoto-Cup-Gruppe: 1986
Teilnahme am UEFA-Pokal: 2001/02

Bekannte Spieler

Sergej Barbarez, 1993 - 1996
Steffen Baumgart, 2002 - 2004
Christian Beeck, 1993 - 1995
Uwe Borchardt, 1975 - 1987
Jens Härtel, 1993 - 1996 und 1998 - 2000
Jörg Heinrich, 2005
Klaus-Dieter Helbig, 1976 - 1982
Günter „Jimmy“ Hoge 1964 - 1970
Robert Huth, 2000 - 2001
Reinhard „Mäcki“ Lauck, 1968 - 1973
Wolfgang „Potti“ Matthies, 1971 - 1979, 1981 - 1983 und 1985 - 1988
Ronny Nikol, 1997 - 2003
Herbert Raddatz, 1933 - 1948
Marko Rehmer, 1981 - 1996
Olaf „Leo“ Seier, 1983 - 1991
Ervin Skela, 1995 - 1997
Ralf Sträßer, 1984 - 1987
Sixten Veit, 2002 - 2003
Kostadin Vidolow, 2001 - 2003

Trainer

Werner „Schwenne“ Schwenzfeier, 20.01.1965 – 30.06.1969
Fritz Gödicke, 01.07.1969 – 30.06.1970
Harald Seeger, 01.07.1970 – 30.06.1972
Ullrich Prüfke, 01.07.1972 – 30.06.1974
Dieter Fietz, 01.07.1974 - 06.12.1975
Heini Brüll, 07.12.1975 - 31.12.1975 (Übergangstrainer)
Heinz Werner, 01.01.1976 – 18.07.1982
Harry Nippert, 19.07.1982 – 30.09.1983
Karlheinz Burwieck, 01.10.1983 – 30.06.1984
Karl „Kalli“ Schäffner, 01.07.1984 – 31.12.1987
Karsten „Kuller“ Heine, 01.01.1988 – 09.04.1990
Gerd Struppert, 10.04.1990 - 30.06.1990 (Übergangstrainer)
Werner „Pico“ Voigt, 01.07.1990 – 03.06.1992
Gerhard Körner, 04.06.1992 - 30.06.1992 (Übergangstrainer)
Frank Pagelsdorf, 01.07.1992 – 30.06.1994
Frank Engel, 01.07.1994 – 25.01.1995
Hans Meyer, 26.01.1995 - 02.10.1995
Eckhard Krautzun, 03.10.1995 - 24.03.1996
Frank Vogel, 25.03.1996 - 10.04.1996 (Übergangstrainer)
Karsten Heine, 11.04.1996 – 25.09.1997
Frank Vogel, 26.09.1997 - 14.12.1997
Ingo Weniger, 02.01.1998 - 30.09.1998
Fritz Fuchs, 30.09.1998 – 01.06.1999
„Der General“ Georgi Wassilew, 01.07.1999 – 12.10.2002
Ivan Tischanski, 13.10.2002 - 05.11.2002 (Übergangstrainer)
Miroslav „Mirko“ Votava, 06.11.2002 – 24.03.2004
Aleksandar Ristic, 25.03.2004 - 30.06.2004
Frank Wormuth, 01.07.2004 - 27.09.2004
Werner „Pico“ Voigt, 28.09.2004 - 09.12.2004
Lothar Hamann/Holger Wortmann, 10.12.2004 - 19.12.2004 (Übergangstrainer)
Frank Lieberam, 20.12.2004 – 09.12.2005
„Der General“ Georgi Wassilew, 13.12.2005 - 05.04.2006
Christian Schreier 06. Apr 2006 - 19. Jun 2007
Uwe Neuhaus seit 20. Jun 2007

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